Spielberichte 2017/2018

 

Punktspiel, 12.08.2017

SV Eintracht Leipzig-Süd vs. SV Lok Engelsdorf 2:3 (1:2)

 

Kader

Neumann - Laubert, Böhme, Hildebrand, Müller - Nahrendorf (63. Slotosch), Böttner, Ibojan, Reichstein (74. Mock), John (46. Leiding), Göttsches.

Reserve: Taubert, Reiß, Ince, Fischer.

 

Tore

0:1 Engelsdorf (3.), 0:2 Engelsdorf (28.), 1:2 Ibo Ibojan (29.), 2:2 Ibo Ibojan (55.), 2:3 Engelsdorf (80.)

 

Spielbericht

Einen echten Brocken zum Saisonauftakt hatte der SV Eintracht Leipzig-Süd mit dem Rekordaufsteiger SV Lok Engelsdorf vor der Brust. Die Elf um Kapitän Marco Weichert konnte in der Vorsaison 29 von 30 Partien gewinnen und kam mit einer entsprechend breiten Brust an die ELS-Wahl-Heimspielstätte nach Groitzsch. Auf dem Kunstrasen erwischten die Gäste einen Start nach Maß: Nach einem Ballverlust in der Vorwärtsbewegung der Gastgeber tankte sich ein Lok-Akteur über die rechte Seite durch und bediente den eingelaufenen Torjäger David Brandenburger, der sich nicht zwei Mal bitten ließ und einschob - 0:1.

 

Doch damit nicht genug: Die Eintracht fand gar nicht in die Begegnung und ließ in der Defensive immer wieder Unkonzentriertheiten zum Vorschein kommen, während man im Spiel nach vorne schlichtweg ideenlos agierte. Auch die besten Gelegenheiten von Göttsches und John brachten nicht den gewünschten Erfolg. Ganz anders die Gäste, die konsequent in den Zweikämpfen und schnörkellos in der Offensive auftrat, jedoch einige gute Gelegenheiten ausließ.

 

Erst in der 28. Spielminute war es erneut Brandenburger, der einem Rückpass von der Grundlinie in Mittelstürmer-Manier über die Linie drückte. Doch direkt im Gegenzug führte der pure Wille zum Anschlusstreffer: Nach unnachahmlichem Einsatz von Böttner an der Eckfahne fasste sich Ibo Ibojan ein Herz aus halblinker Position und schweißte das Leder an den linken Innenpfosten, sodass Lok-Keeper Fleischer keine Chance hatte. Bis zum Pausenpfiff egalisierten sich beide Teams zumeist im Mittelfeld und rieben sich in zahlreichen leidenschaftlich geführten Zweikämpfen auf.

 

Reichstein hat den Führungstreffer auf dem Fuß

Im zweiten Abschnitt kamen die ELS-Kicker wacher aus der Kabine und legten neben einer positiveren Körpersprache auch mehr Zug zum Tor an den Tag. Immer wieder suchte man die pfeilschnellen Ibojan und Göttsches, doch diese blieben zunächst ohne Schussglück. In der 55. Spielminute schnürte dann aber auch Ibojan seinen Doppelpack, als er nach einer Freistoßflanke von Böttner goldrichtig stand und zum 2:2-Ausgleich einschoss.

 

Das Momentum schien nun auf Seiten der Gastgeber zu liegen, denn auch in der Folge drängte Eintracht-Süd auf den dritten Treffer. Wieder Göttsches und Böttner per Freistoß besaßen weitere Möglichkeiten. Ein Raunen hallte dann in der 62. Spielminute über den Platz, als Reichstein im Strafraum aus spitzem Winkel zum Abschluss kommt und die Kugel mit links an den Pfosten nagelte. Der Treffer lag in der Luft, doch die Engelsdorfer überstanden diese Druckphase und konnten sich in der Schlussviertelstunde selbst wieder in der Offensive zeigen.

 

Zehn Minuten vor dem Ende wurde es dann wild: Erst wurde das vermeintliche 3:2 durch Leiding aufgrund einer umstrittenen Abseitsstellung von Vorlagengeber Göttsches aberkannt, ehe auf der Gegenseite die nächste unglückliche ELS-Abwehraktion zum Siegtreffer für den SV Lok führte. Nach einem unsauber geklärten Ball sprang die Kugel mit reichlich Effet zwischen zwei Verteidigern auf - der am schnellsten schaltende Sascha Seidel spritzte dazwischen und lupfte die Kugel über den schon herausgeeilten Keeper Neumann ins Tor. Die letzten Minuten blieben zwar spannend, doch es sollte beim nicht unverdienten Auswärtserfolg für den Aufsteiger aus Engelsdorf bleiben.