Spielberichte Saison 2014/2015


22. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (20.06.2015)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. SV Brehmer Leipzig 3:2 (2:1)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Benni – Linus (Eingewechselt: Janis, Lukas, Robin)

 

Tore

1:0 Nathaniel (9.), 2:0 Linus (12.), 2:1 Brehmer (23.); 2:2 Brehmer (31.), 3:2 Till (50.)

 

Spielbericht

Schwieriges Spiel zum Saisonabschluss

 

Dass sich der SV Brehmer Leipzig im Vergleich zur Hinrunde um ein Wesentliches verbessert hat, verriet uns die Rückrunden-Tabelle. Als es dann zum Aufwärmen ging, überraschten uns einige große Gestalten, die es im Hinspiel noch nicht gab. Wir waren also gewarnt und vorbereitet, oder doch nicht?

 

Das Spiel begann relativ ausgeglichen. Die Gäste waren auf einigen Positionen im körperlichen Bereich überlegen, die Eintracht eigentlich im spielerischen Part. Doch Zweikämpfe mit dem Ball am Fuß und viele Ballkontakte pro Station machten uns das Leben unendlich schwer. Wir verloren Zeit und häufiger auch den Ball. So dauerte es etwas, bis wir uns angepasst hatten und durch Nathaniel und Linus mit 2:0 in Führung gingen. Leider verpassten wir es, weitere Tore zu schießen, kassierten stattdessen nach einer Ecke den Anschlusstreffer. Viel schlimmer als die nicht existente Zuordnung bei dieser Standardsituation – absolutes (negatives) Markenzeichen dieser Saison – waren die allgemeinen Spielbemühungen. Wir machten das Spielfeld unfassbar eng, gerieten dadurch immer wieder in Zweikämpfe. Statt das Spiel regelmäßig zu verlagern und dann zentral durch die Lücken anzugreifen, flankten wir den Ball von außen in die Mitte, da alle auf der gegenüberliegenden Seite im oder am Strafraum parkten. Wir erinnern uns: die Gegner waren alle riesengroß…

Das Halbzeitergebnis war wackelig, wir wünschten uns mehr Geduld und damit auch mehr Räume für unsere Offensivaktionen. Zwar kassierten wir direkt nach dem Wiederanpfiff den Ausgleich und taten uns weiterhin sehr schwer, Torchancen zu erarbeiten, doch immerhin verrannten wir uns nicht mehr ganz so häufig im Mittelfeld in die Zweikämpfe. Das Blöde nur: Brehmer schien das Remis zu genügen und verbarrikadierte die Gefahrenzone. Trotzdem kamen wir zu mehr als genügend Einschusschancen, doch es war sehr mühsam. So warteten wir auf Tills Allgegenwärtigkeit, der zehn Minuten vor Schluss einen abgewehrten Schuss gekonnt aus sehr spitzem Winkel knallhart einnetzte. Die Führung wurde in der Folge zitternd aber erfolgreich verteidigt.

 

Fazit

Schön anzuschauen war es wahrlich nicht, erfolgreich schon. Die Jungs haben in einem schwierigen Spiel ein gutes Ergebnis erzielt. Wäre es in der abgelaufenen Saison öfter passiert, stünden wir sicherlich weiter oben in der Tabelle und es stünden in den ersten zehn Minuten des letzten Saisonspiels dann sicherlich mehr als nur zwei Zuschauer am Seitenrand.

 

Persönliches Fazit

Da die Saison nun vorbei ist und ich mich von der Mannschaft und meiner Tätigkeit als Trainer verabschiede, möchte ich natürlich die Gelegenheit nutzen, um den Jungs ein großes Kompliment auszusprechen. Die Trainingsbeteiligung war die beste in zehn Saisons als Verantwortlicher. Die Atmosphäre, die es bedarf, um freudbetont und leistungsorientiert zu trainieren, war für eine „zweite Mannschaft“ sehr gut. Insgesamt konnten sich die meisten Spieler – aber jedoch in jedem Falle die gesamte Mannschaft – in vielen Bereichen toll weiterentwickeln. Das war das Ansinnen, den Rest müssen die Jungs machen. Wer erfolgreich sein will, wird es auch schaffen, denn alles andere bringen sie mit.

 

D.G.


Testspiel (18.06.2015)

 

Aufstellung

Luca – Richard, Jeremias – Tjark – Till, Tobias, Linus – Metze (Eingewechselt: August, Benni, Lucas, Phillip)

 

Spielbericht

Gelungenes und lehrreiches Testspiel

 

Heute empfingen unsere 2003er- und drei 2004er-Jungs die U11 vom 1. FC Lok Leipzig zu einem Leistungsvergleich. Für uns ging es darum, die aktuellen D1- und D2-Kicker sowie die beiden Neuzugänge Jeremias und Lucas mal gemeinsam im Eintracht-Trikot auflaufen zu lassen und einen individuellen Leistungsstand sowie den Vergleich zum nächstjährigen Landesklasse-Team der Loksche zu erhalten.

 

Die Jungs gingen die Aufgabe sehr konzentriert und mit gutem Fußball an. Das sichere und schnelle Spiel über die Flügel und in die Spitzen bereitete dem Gast größere Schwierigkeiten. Leider taten wir uns bei der finalen Aktion – zumeist der Torschuss – etwas schwer. Zögerlich und ungenau agierten wir in der Gefahrenzone, sodass nur die beiden U11-Kicker Lucas und Linus das Tor von innen trafen. In der Verteidigungsarbeit taten wir uns bis zu diesem Zeitpunkt sehr leicht. Das zentrale Mittelfeld um Tjark und Tobias (später noch August) gestalteten das offensive Spiel gut, waren aber auch bei Ballverlust sehr fleißig. So gerieten Jeremias und Richard nur selten unter Druck, lösten ihre Aufgaben jedoch ausgezeichnet. Somit endete das erste Spieldrittel mit 2:0 für die Eintracht.

 

Im zweiten Abschnitt agierte die Loksche mit sehr hohem Pressing, welches unsere Jungs zunächst überraschte. Leider brauchten wir zu lange, dieses taktische Mittel zu erfassen und passende Lösungen dafür zu entwickeln. Zu kurze Pässe in den Raum, aus dem der Ball kam, machten uns das Leben schwer. Erst später verstanden wir die Situationen mit großer Präzision und Passschärfe zu lösen und das Pressing des Gegners zu unserem Vorteil zu nutzen. Die entstandenen Räume nahmen wir dann für zwei weitere Treffer durch Metze dankend an. Auch half uns, dass wir den Gegner dann selbst frühzeitig aggressiv unter Druck setzten, sodass unsere Ballgewinne gleich in der Nähe der Gefahrenzone entstanden.

 

Mit 4:0 ging es dann in das dritte Drittel. Auch hier versuchte es der Gast mit Pressing und dazu bei unserem Ballverlust mit schnellem Konterspiel. Diese Variation verstanden unsere Jungs nur mäßig. Hier mangelte es an Entschlossenheit in den Zweikämpfen sowie an der richtigen Sortierung auf dem gesamten Feld. Dies zog sich beinahe durch die gesamten 20 Minuten, sodass wir größeres Glück benötigten, um die Null zu halten.

 

Fazit

Insgesamt war es ein sehr positiver Test, der uns selbstbewusst in die neue Saison blicken lässt. Mit großem spielerischen Potential beginnend in der Verteidigung (Jeremias, Phillip, Richard) und fortlaufend im zentralen Mittelfeld (August, Tjark, Tobias) bis hin zur notwendigen Geschwindigkeit (Till, Linus) bringen wir viele wichtige Komponenten mit. Gut aber auch, dass die Jungs heute einen Eindruck erhielten, wie enorm wichtig es ist, über die komplette Spielzeit den Ball, Gegner und das gesamte System im Auge zu behalten sowie schnell und intensiv auf jede Veränderung (Ballgewinn/Ballverlust, Seitenwechsel, Druck/kein Druck am Ball) reagieren zu können. Wer nicht richtig mitmacht, bringt all seine Mitspieler in Schwierigkeiten. Alle müssen immer hundert Prozent geben.

 

D.G.

 

21. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (07.06.2015)

LSV Störmthal vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 5:4 (3:1)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Till, Tobias (C), Robin – Paul, Linus (Eingewechselt: Benni, Lukas, Nathaniel)

 

Tore

0:1 Robin (13.), 1:1 Störmthal (17.), 2:1 Störmthal (26.), 3:1 Störmthal (29.); 4:1 Störmthal (33.), 4:2 Nathaniel (39., Neunmeter), 4:3 Till (46.), 4:4 Nathaniel (51.), 5:4 Störmthal (59.)

 

Spielbericht

Die Siegesserie gerissen, der Erfahrungsschatz erweitert

 

Bereits das Hinspiel hielt für unsere Jungs große Erfahrungswerte und mittelschwere Enttäuschungsmomente bereit. In einer überragenden ersten Halbzeit schafften wir es bei ein Dutzend besten Möglichkeiten nicht, das Gehäuse von innen zu treffen und ließen uns stattdessen auskontern.

 

Die Vorzeichen für das Rückspiel waren an sich vollkommen anders. Unser Team ist mit dem aus der Hinserie nur noch geringfügig zu vergleichen, dazu kann die Tabelle als Orientierung dienen, vielmehr noch die Spielweise seit Februar. Doch auch in Bezug des Spielfeldes gibt es Änderungen zu vermelden. Im Hinspiel waren es noch 67,40 mal 53,00 Meter, am Sonntag war es kaum größer als ein Badetuch am Störmthaler See.

Wir stellten also auf ein 2-3-2-System um, wollten vorn mehrere Anspielmöglichkeiten schaffen und im Gegenzug früher attackieren, um unschöne und gefährliche lange Bälle zu vermeiden. Tobias bekam die alleinige zentrale Rolle und spielte überragende erste zwanzig Minuten, gewann unter hoher Bedrängnis nahezu jeden Zweikampf, fing Gegenzüge ab, leitete fast alle Angriffe ein. Durch gutes, schnelles Passspiel fanden wir häufig den Weg zum Tor. Das Erfolgserlebnis musste jedoch bis zur 13. Minute warten, bis Robin sein Team erlöste. Fortan ließen sich die Eintrachtler von der sehr intensiven und grenzwertigen Spielart negativ anstecken. Statt sich auf den Fußball und die Einzelaufgaben zu konzentrieren, beschäftigten wir uns mit Nebensächlichkeiten und verloren den Faden. Störmthal konterte uns permanent aus, da wir vorn unsicherer und ungenauer wurden sowie im Umkehrspiel nicht fleißig genug waren. Der Spielstand von 3:1 zur Pause war natürlich gewiss nicht dem Spiel entsprechend, zumal uns obendrein ein Tor nicht anerkannt wurde, obwohl sich der Ball hinter der Linie befand.

Die zweite Spielhälfte begann dann entsprechend ungünstig. Statt vorn zu knipsen, kassierten wir hinten das vierte. Doch unser Team antwortete richtig. Es biss sich mit allen erlaubten Mitteln wieder in das Spiel hinein und erhielt in der 39. Minute durch ein tolles Solo von Till und einer Notbremse (ohne Konsequenz!) die Chance, per Neunmeter heranzukommen. Diese nutzte Nathaniel mit einem Flachschuss ins rechte Eck. Wenige Minuten später gelang Till per Rechtsschuss der Anschlusstreffer und kurz darauf Nathaniel der Ausgleich. Der offensive Kraftakt unserer Mannschaft wurde zurecht belohnt und sollte noch nicht zu Ende sein. Wir rannten nun dem Siegtreffer entgegen, erzielten ihn jedoch nicht. Wir trafen zwar, aber nur beim Spielaufbau den Schiedsrichter, der dadurch den Ball dem Siegtorschützen unfreiwillig in die Füße spielte. Das 5:4 war natürlich megamäßig bitter, zumal wir noch mehrere Angriffe für den erneuten Ausgleichstreffer starten konnten.

 

Fazit

So ein Spiel verlangt 60 Minuten allerhöchste Konzentration auf die eigene Leistung und die der Mannschaft. Nebensächlichkeiten kosten uns wichtige Prozente, die so ein Gegner mit seiner Qualität und Spielart konsequent ausnutzt. Wir hatten einen Erfolg selbst in der Hand, hätten ihn uns einfach nur abholen müssen. Um das in Zukunft in solchen und hoffentlich irgendwann höherklassigeren Spielen abzurufen, müssen wir daraus lernen. Nur den Ball perfekt von A nach B spielen zu können reicht für erfolgreichen, leistungsorientierten Fußball nicht aus! Das können andere auch…

 

D.G.

 

20. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (30.05.2015)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. SpG AC Taucha/SG Taucha 99 II 9:0 (3:0)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Benni – Till, Tobias (C), Linus – Paul H. (Eingewechselt: Janis, Lukas, Nathaniel, Robin)

 

Tore

1:0 Tobias (4.), 2:0 Paul (6.), 3:0 Tobias (24.); 4:0 Paul (41.), 5:0 Till (42.), 6:0 Benni (44.), 7:0 Nathaniel (49.), 8:0 Till (57.), 9:0 Nathaniel (59.)

 

Spielbericht

Mit gutem Fußball zu neun Buden und drei Punkten

 

Das Hinspiel war noch in unguter Erinnerung, doch das Gefühl vor dem Spiel umso positiver. Die Mannschaft absolvierte eine gute Trainingswoche, der allgemeine Trend der Rückrunde zeigt deutlich nach oben.

 

Die Begegnung begann wie gewünscht: temporeich, torgefährlich. Phillip super Zuspiel nagelt Tobias oben in den Knick. Traumtor nach vier Minuten. Paul setzte nur zwei Minuten später nach einer Ecke beherzt nach und erhöhte auf 2:0. Nach gut zehn Minuten flachte unser Spiel ab. Sehr viele Einzelaktionen und Dribblings hemmten unser Angriffstempo sowie die Gefahr vor dem Tor. Einzig unsere Verteidiger Phillip und Richard machten einen durchweg fantastischen Job. Es bedurfte einiger Wechsel und taktischer Korrekturen von draußen, bis sich die Jungs wieder auf den mannschaftsdienlichen und kontaktarmen Fußball besannen, den wir wünschen. So erhielt Tobias kurz vor dem Pausentee noch die Chance auf das 3:1. Die Analyse der ersten Spielhälfte fiel gemischt aus. Vorrangig am Ausspielen und Verwerten der Torchancen gab es Kritik – das waren einige Hütten zu wenig!

Der Start in die zweiten dreißig Minuten gefiel ebenso wenig, weshalb direkte nach vier Minuten dreifach gewechselt wurde. Fortan kamen wieder Biss und Struktur in unser Spiel, dessen Ergebnis dann deutlich in die Höhe getrieben wurde. Sahnestück der zweiten Halbzeit war der traumhafte Konter in der 44. Minute, den Benni sagenhaft einleitet, Till wunderbar querlegt und wiederum Benni nur noch einschieben braucht. Das waren 67,40 Meter maßgenau, im schnellsten Tempo und erfolgreich überbrückt. Am Ende stand ein hochverdientes 9:0 auf dem Tableau, wobei das Aluminium – heute sechsmal berührt – höheres nicht zuließ.

 

Fazit

Der Blick auf die Rückrundentabelle bereitet große Freude. Wir haben zwei Spieltage vor Schluss fünf Punkte mehr gesammelt als in der kompletten Hinrunde, statt 31:29 lautet die Differenz aktuell 44:12! Wäre uns in den ersten drei Rückrundenspielen gegen die Spitzenteams aus Stötteritz, Holzhausen und vom FFV Leipzig nicht das große Ergebnispech überkommen, stünden wir dort wohl heute an der Spitzenposition.

 

D.G.


19. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (16.05.2015)

SG LVB II vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 1:9 (1:4)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Benni – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Linus – Paul H. (Eingewechselt: Janis, Lukas, Robin)


Tore

0:1 Linus (7.), 1:1 SG LVB II (17.), 1:2 Till (23.), 1:3 Phillip (27.), 1:4 Paul (30.); 1:5 Linus (39.), 1:6 Robin (42.), 1:7 Till (48.), 1:8 Till (49.), 1:9 Till (53.)

 

Spielbericht

Viel Licht und Schatten beim fünften Sieg in Serie


Die Vorzeichen für dieses Spielen waren denkbar günstig für unsere Eintrachtler. Mit vier Siegen und sechs ungeschlagenen Spielen am Stück sowie einer tollen fußballerischen Entwicklung in den vergangenen Spielen trafen wir auf den Tabellenletzten, der zu allem Überfluss auch noch in Unterzahl antreten musste.

 

So hieß es sieben Tapfere des Tabellenletzten gegen acht Kicker des Tabellenfünften – oder wie wir nach zwanzig Minuten festhalten müssen: sieben Hochmotivierte gegen acht (plus drei) ziemlich Leichtsinnige. Trotz druckvoller Anfangsphase gelangen uns wenige ganz klare Aktionen vor des Gegners Tor, auch wenn Linus in der siebten Minute das Führungstor erzielte. In der Folge konnte der Gastgeber ausgleichen und hatte gar zwei große Chancen auf den Führungstreffer. Till, Phillip und Paul konnten zwar das Ergebnis in die richtige Richtung korrigieren, doch ließen wir insgesamt zu viele Großchancen aus und spielten ohne großen Aufwand, Lust und Laune. Es war nicht schön, auch wenn es irgendwie zu erwarten war.

In der Halbzeitpause galt es die Ruhe zu bewahren, um den Jungs nicht die Freude am Spielen zu rauben, aber auch deutlich zu werden, um sie an die wichtigen Eigenschaften des Fußballspielens zu erinnern. Schön, dass sich die Jungs diese Worte zu Herzen nahmen und dreißig sehr ordentliche Minuten auf den Platz brachten. Zwar ließen wir weiterhin zu viele klare Chancen aus, hätten manchmal schießen müssen, statt nochmals querzulegen und querlegen müssen, statt sofort zu schießen, aber das ist normal, wenn der Gegner aufgrund der Unterlegenheit nur noch auf das Verteidigen bedacht ist. Umso erfreulicher war es, dass unsere Mannschaft verschiedene Mittel zum Erfolg wählte, über beide Seiten versuchte für Torgefahr zu sorgen und am Ende deutlich mit 1:9 gewann. Insbesondere Till ragte in der zweiten Spielhälfte mit fünf seiner sieben Scorerpunkte heraus. Er war auch am wohl schönsten Tor des Spiels beteiligt, als er nach einem tollen Doppelpass mit Tobias im Strafraum den reinstartenden Linus zum 1:5 bediente.

 

Fazit

Zu allererst muss man anerkennen, dass der Gastgeber trotz der sehr ungünstigen Ausgangslage vor allem in der ersten Halbzeit super Gegenwehr geleistet hat. Trotzdem dürfen wir mit selbiger natürlich nicht zufrieden sein. Umso erfreulicher, dass es danach wesentlich besser lief und größtenteils sehr ansehnlich war.

 

Wir haben noch drei Spiele auf dem Programm, wir wollen unsere Serie bis zum letzten Spieltag durchziehen.

 

D.G.

 

18. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (10.05.2015)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. RB Leipzig D-Mädchen 4:1 (2:0)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Tobias – Till, Nathaniel (C), Benni – Paul H. (Eingewechselt: Janis, Lukas, Robin)

 

Tore

1:0 Till (2.), 2:0 Till (25.); 3:0 Robin (32.) 3:1 RB Leipzig (33.), 4:1 Till (50.)

 

Spielbericht

Vierter Sieg in Folge, seit sechs Spielen ungeschlagen

 

Auch wenn wir den Fußball immer noch über das Ergebnis stellen, dürfen wir letzteres heute mal in die Überschrift packen. Denn gegen die RB-Mädels war beides da: Fußball und Ergebnis.

 

Das Hinspiel war uns noch leicht in Erinnerung. Schlaftrunkene Jungs gegen hellwache Mädels. Noch einmal sollte uns dies nicht passieren, entsprechend aufgeweckt und zielstrebig startete unser Team ins Spiel. Nur zwei Minuten mussten wir bis zum Führungstreffer warten. Ein tolles Zuspiel von Nathaniel hämmert Till ins kurze Eck. Die frühe Führung gab uns Selbstvertrauen, die ehrgeizige Einstellung der Jungs trug ihr Übriges dazu bei. Mit teilweise hervorragendem Fußball kombinierten wir uns in den ersten zwanzig Minuten permanent in die Gefahrenzone, scheiterten mehrmals an der tollen Torhüterin sowie am Pfosten und einem Abwehrbein auf der Torlinie. Tobias spielte wohl sein bestes D-Jugendspiel bisher, war für die feinen Pässe zuständig und stoppte gemeinsam mit Nathaniel jede Angriffsbemühungen der Mädchen, bevor sie wirklich begannen. Dazu spielte Phillip auf der linken Verteidigerseite eine ausgezeichnete erste Halbzeit, trug dazu bei, dass trotz unseres sehr offensiven Spiels keinerlei Gefahr entstand und wir zügig und zumeist über links unsere Angriffe starteten. Obwohl Janis mit seiner Einwechslung auf rechts für neuen Schwung und viel Laufarbeit sorgte, fiel der nächste Treffer wieder über links. Ein Sahne-Bonbon von Konter wurde mit gemeinsamer Defensivarbeit eingeleitet und dann zügig nach vorn getragen. Einen doppelten Doppelpass zwischen Robin und Till konnte letzterer unter die Querlatte hämmern. Sagenhaftes Tor in einer spielerisch höchst ansehnlichen ersten Spielhälfte.

Wir wollten unbedingt ein schnelles drittes Tor hintendran setzen, was uns nach genau zwei Minuten gelang. Dieses Mal war es Robin, der im Strafraum von Nathaniel spitzenmäßig angespielt wird und die Kugel versenkt. Doch die Freude währte nur kurz. Der einzige Abwehrfehler des gesamten Spiels sorgte keine 60 Sekunden danach für das ärgerliche und höchst vermeidbare 3:1. Da sahen wirklich alle ein bisschen dusselig aus, sei’s drum. Nach fünf Minuten des Wachrüttelns startete wieder der Eintracht-Express. Dass es nur bei einem weiteren Treffer blieb, kann man auf die – uns bekannte – Abschlussschwäche sowie die mangelnde Konzentration beim finalen Pass schieben. Hier hätten wir mehr machen müssen, auch wenn sicherlich das ein oder andere Mal etwas Pech an den Schuhen klebte. Den besagten Treffer machte wieder Till, der sich im Alleingang Platz für seinen Treffer verschaffte. In der Zwischenzeit und danach versemmelten Lukas, Benni, Janis, Robin und der Dreifachschütze selbst mehrere gute Chancen. Doch das war nicht so schlimm, da wir weiterhin in der Umkehrbewegung fleißig waren und Richard auf der rechten Abwehrposition in sagenhafter Ruhe unser Spiel strukturierte, sodass unser Mittelfeld in Fußballlust verfallen konnte. Das war stets schön anzuschauen, verfehlte aber wie gesagt vor dem Tor die notwendige Effizienz.

 

Fazit

Insgesamt war es ein tolles Fußballspiel unserer Mannschaft mit wenigen schöpferischen Pausen. In letzteren waren wir so clever und bemühten uns in der Defensive so sehr, dass wir trotzdem zu jeder Zeit den Ball im Blick und meist auch in unseren Reihen hatten. Die Laufarbeit und Zweikampfführung waren bis auf den Gegentreffer vorbildlich, die Entscheidungen zwischen dem Ein- und Zwei-Kontakt-Spiel stark verbessert.

 

Nun machen wir uns nichts vor. Mit sechs ungeschlagenen Spielen und vier Siegen am Stück wollen wir dies nun bis zum Saisonende beibehalten. Es warten noch vier Gegner auf uns, denen wir unsere tolle Art Fußball zu spielen gern mit demselben Erfolg präsentieren wollen. Das wäre wirklich ein – meinerseits – wünschenswerter Abschluss einer hervorragenden (Spiel)Zeit.

 

D.G.


17. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (26.04.2015)

SG Rotation Leipzig III vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 2:5 (0:3)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Tobias – Lukas, Nathaniel (C), Marc – Paul H. (Eingewechselt: Benni, Janis, Linus, Till)

 

Tore

0:1 Till (10.), 0:2 Nathaniel (18.), 0:3 Nathaniel (30., Neunmeter); 0:4 Linus (34.), 1:4 Rotation III (50.), 1:5 Till (59.), 2:5 Rotation III (60.)

 

Spielbericht

Dank guter erster Halbzeit zum dritten Dreier in Serie

 

Für unsere D2-Jungs ging es heute bei der SG Rotation III darum, die positive Leistungskurve beizubehalten sowie die Trainingsinhalte in Bezug auf Ein- und Zweikontaktspiel in den Wettkampf zu übertragen.

 

Die erste Halbzeit startete mit einem sehr schmal geführten Offensivspiel. Zwar zeigten wir uns ballsicher, doch die Gefährlichkeit reduzierte sich aufgrund fehlender Besetzung der Außenpositionen auf zwei Großchancen. Besonders Lukas fiel das Erkennen schwer, in welchen Situationen er sich wie anbieten sollte. Die Rechtslastigkeit wurde dann mit der Einwechslung von Till aufgehoben, der gleich mal aufgrund eines cleveren Stellungsspiels das 0:1 markierte. Fortan sahen wir mehrere schnelle Spielzüge auf die Außen oder die Stürmer, wussten aber auch den cleveren Ball hintenherum zu wählen. Die gesunde Balance aus Geduld und Sicherheit sowie Mut und Schnelligkeit brachten uns ein relativ einseitiges Spiel. Nathaniel konnte dieses dann auch ergebnistechnisch darstellen, in dem er in der 18. und 30. Minute auf 3:0 erhöhte.

In der zweiten Spielhälfte wurde unser Spiel leider etwas hektischer und unsauberer. Trotzdem kamen wir zu vielen guten Angriffen und Torchancen, die allerdings sehr unklug ausgespielt bzw. abgeschlossen wurden. Somit traf nur Linus in der 34. Minute durch einen super Heber mit dem linken Fuß sowie Till kurz vor Schluss. In der 50. und 60. Minute konnte der Gastgeber auf 1:4 bzw. 2:5 verkürzen. Beim ersten Gegentreffer war der Ball ewig in der Luft, klatscht gegen die Latte und alle schauen den unfairen Kampf zwischen Luca und zwei Stürmern zu. Beim letzten Treffer wurde (man muss fast sagen endlich) unsere seit langem schlechte Zuordnung bei Standards zum Verhängnis.

 

Fazit

Wenn man die erste Hälfte betrachtet, können wir zufrieden sein. Guter Fußball, starke Zweikämpfe und schöne Tore brachten uns eine komfortable 3:0-Führung. Doch in der zweiten Halbzeit wurden wir für unsere unzureichende Torjägerqualität und Nachlässigkeit im Umkehrspiel bestraft. Dies zieht sich durch die Saison wie ein roter Faden. Die Quote aus Torschüssen und Toren auf unserer Seite ist viel zu niedrig, die auf der anderen gigantisch hoch.

 

D.G.

 

16. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (18.04.2015)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. SV Mölkau 5:1 (2:1)

 

Aufstellung

Luca – Richard, Paul D. – Tobias – Lukas, Nathaniel (C), Linus – Paul H. (Eingewechselt: Benni, Janis, Phillip, Robin)

 

Tore

1:0 Paul (4.), 2:0 Nathaniel (17.), 2:1 SV Mölkau (19.); 3:1 Linus (45.), 4:1 Phillip (50.), 5:1 Tobias (60.)

 

Spielbericht

Gute Halbzeit mit schlechtem Ergebnis & schlechte Halbzeit mit gutem Ergebnis

 

Die Eintracht empfing nach einem ordentlichen, wenn auch verbesserbaren Spiel gegen den SV Leipzig-Ost den SV Mölkau. Wie auch vor drei Tagen wollten wir uns im Vergleich zum Hinspiel fußballerisch und ergebnisbezogen verbessern.

 

Der Start in die Partie verlief recht gut, Paul konnte sein Team nach Vorarbeit von Tobias schnell in Führung bringen. Bis zur ca. 20. Minute sahen die Zuschauer eine recht flotte Partie, in der die Eintracht streckenweise brillant den Ball sowie Gegner laufen ließ. Einzig am Torschuss haperte es. Manchmal war es doch enttäuschend, wie wir mit unseren Chancen umgingen. Nathaniel erhöhte in der 17. Minute auf 2:0 bevor der Gegner zwei Minuten später per Freistoß zur allerersten Gelegenheit kam. Leider konnte Luca diesen Ball nicht ausreichend zur Seite klären und wir dem Abpraller gedankenschnell nachgehen. Was uns auch vorn fehlte, kostete uns hinten ein Gegentor. Der Pausenstand von 2:1 war mehr als schmeichelhaft, wir haben unsere Sache über weite Strecken gut gemacht, auch wenn wir hin und wieder zu langsam und kompliziert gedacht bzw. uns entschieden haben. Trotzdem verliefen die ersten dreißig Minuten sehr positiv, auch wenn das Ergebnis wenig dafür spricht.

Die zweite Hälfte verlief hingegen leider sehr chaotisch. Unglaublich viele hektische Aktionen sorgten für massig Ballverluste und unansehnlichen „Fußball“. Das ist nicht die Art, die wir wollen und können. So mussten wir auf eine weitere besondere Einzelleistung von Linus warten, der einfach mit dem Ball von halb links aus dem Mittelfeld bis quasi ins Tor rannte. Geschwindigkeit: ja, Fußball: nein. So war es auch passend, dass die Treffer zum 4:1 und 5:1 durch Phillip und Tobias ebenso Einzelleistungen waren, wobei man ersteren als sehenswert bezeichnen darf.

 

Fazit

Wenn wir in der ersten Spielhälfte effektiver gewesen wären, wäre uns das Spiel im Gesamten sicherlich leichter gefallen. Man merkte, dass der Gegner in der zweiten Spielhälfte selbst zu guten, wenn auch eher ungefährlichen Aktionen kam, sodass man stets mit einem Rückschlag rechnen musste. Dies wäre uns mit einer deutlichen Führung – die mehr als beste Voraussetzungen genoss – nicht passiert. Unpräzise Torschüsse und auch etwas Pech (dreimal Aluminium) verhinderten dies und geben uns somit für die Trainingswoche und den kommenden Sonntag Potential zur Steigerung.

 

D.G.


14. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (15.04.2015)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. SV Leipzig-Ost 8:1 (5:0)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Benni – Till, Nathaniel (C), Robin  – Linus (Eingewechselt: Janis, Lukas, Paul, Tobias)

 

Tore

1:0 Robin (10.), 2:0 Robin (16.), 3:0 Paul (17.), 4:0 Janis (26.), 5:0 Nathaniel (30.); 6:0 Linus (38.), 7:0 Linus (46.), 7:1 SV Leipzig-Ost (47.), 8:1 Nathaniel (51.)

 

Spielbericht

Mit vielen Toren zu großer Freude

 

Sagenhafte vier Monate warten unsere Jungs auf einen Pflichtspiel-Erfolg, wobei Erfolg sicherlich mehr als relativ ist, wenn wir an die drei Auftaktspiele der Rückrunde denken. Doch da der Fußball ein Ergebnissport ist, sollte es nun nicht nur schön und gut, sondern sehr schön, sehr gut und obendrein mit drei Punkten geschmückt werden.

 

Der Start in die Nachhol-Paarung fiel unseren Jungs nicht besonders leicht. Der Gegner bekam Ball und Raum, wir geizten dafür mit Druck und Entschlossenheit im Zweikampf. Gefordert wurden wir selten, unser härtester Gegner waren wir selbst. Zwischen Ballannahme und Passspiel war immer Zeit für eine Pirouette, manchmal waren wir so unkonzentriert, dass ersteres aussah wie letzteres. Erst nach zehn Minuten fanden wir den Weg in unser Spiel und brauchten auch nicht lange, um es effektiv zu gestalten. Lukas, Nathaniel, Robin – 1:0. So einfach, genau, schnell, schnörkellos und erfolgreich kann es gehen. Auch das 2:0 geht auf Robins Kappe, der dieses Mal von Tobias bedient und eine Minute später nach demselben Muster von Nathaniel und Paul kopiert wird: aus der Mitte durch die halbrechte Gasse und rein ins Netz. Die deutliche Führung zur Mitte der ersten Halbzeit gab uns natürlich die Ruhe und das Selbstbewusstsein – scheinbar aber das Potential für Nachlässigkeiten. Besonders im Umschaltspiel in die Defensive offenbarten wir taktische und einstellungsbezogene Defizite, die am Seitenrand für geringfügige Freude sorgten. Zum Lächeln hingegen war das 4:0. Über die Stationen Richard und Nathaniel gelang der Ball in den Strafraum zu Paul, der statt sich zu drehen und zu schießen auf den diagonal reinstarteten Janis ablegt, der die Kugel direkt versenkt. Gedankenschnell und blitzsauber! Auch das 5:0 mit dem Pausenpfiff entstand aus einer direkten Kombination. Nathaniel, Tobias, Nathaniel, Tor. Halbzeit!

Viele Dinge galt es positiv hervorzuheben: Fünf Tore, alle ausgezeichnet herausgespielt sowie einige tolle Ideen im offensiven Bereich. Doch gerade in der defensiven Organisation und der Rückwärtsbewegung mussten wir uns verbessern. Zusammengefasst fielen uns die zweiten dreißig Minuten wesentlich schwerer. Zu viele Ballkontakte bis zum entscheidenden Pass ließen die Räume verengen und das Spiel zu langsam werden. Es hatte es etwas von Zeitlupe, nur war es echt. Der Wechsel auf Linus und Till tat unserem Spiel gut. Beide versuchten mit großem Tempo Lücken in die Gäste-Verteidigung zu reißen. Linus konnte diese dank seiner Schnelligkeit und Verbissenheit zweimal für einen Treffer nutzen, Nathaniel ganz spät im Spiel ebenso. Jedoch war es symptomatisch, dass alle Treffer ohne Assist fielen. Dass wir zusätzlich in massig Konter rannten und Aluminium, Luca und das Glück mehrere Gegentreffer verhinderten, war bezeichnend für unsere mit-dem-Kopf-durch-die-Wand-Philosophie. Zwar ergaben sich weiterhin erstaunliche viele Torchancen unsererseits, doch alles wirkte ungenau, unkonzentriert und langsam. Das Ergebnis geht in dieser Höhe ohne Frage in Ordnung, es war für uns auch wichtig, endlich mal wieder sehr viele Treffer erzielt zu haben.

 

Fazit

Die Ziele des Torschießens und der drei Punkte konnten wir problemlos erfüllen, auch sehr ansehnliche fußballerische Elemente gab es zu bestaunen. Hinter diese Vorgaben können wir gewiss einen Haken setzen. Etwas Sorgen bereiten mir die teils gravierenden taktischen Fehler bei gegnerischem Ballbesitz bzw. im Umkehrspiel sowie der dort fehlende Ehrgeiz, diese Situationen schnell, klar und robust zu klären oder gar nicht erst entstehen zu lassen.

 

D.G.

 

Trainingsspiel (12.04.2015)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Benni – Till, Tobias, Robin – Linus (Eingewechselt: Janis, Lukas, Markus)

 

Spielbericht

Gelungenes Testspiel

 

Der heutige Kick diente zum Sammeln von Spielpraxis für alle, zum Ausprobieren von verschiedenen Positionen und Aufgaben für einzelne Spieler sowie der weiteren Integration beider Neuzugänge. Um es vorweg zu nehmen: an allen drei Vorhaben können wir einen positiven Haken setzen.

 

Mit vielen guten Ideen und temporeichem Spiel in die Spitzen bestritten wir dieses Testspiel. Insbesondere Linus konnte hierbei für viel Torgefahr sorgen, traf nicht nur einmal die Torumrandung und war generell um einiges schneller als seine gleichaltrigen Gegenspieler. Uns tat das zügige Umschalten von Ballgewinn auf Torabschluss sehr gut, mehrere gute Angriffe und Torchancen konnten dadurch erspielt werden. Das erste Spieldrittel endete 1:1, anhand unserer Möglichkeiten sicherlich um einige Tore zu niedrig! Im zweiten Abschnitt sahen wir ein eher ausgeglichenes Spiel, in dem wir neben dem Tempo nun auch einige ansehnliche spielerische Elemente einbauen konnten. 3:3 hieß es nach zwei Dritteln. In den letzten zwanzig Minuten fanden wir eine sehr gute Mischung aus Schnelligkeit, sicherem Passspiel und Genauigkeit, sodass wir zügig auf 5:3 erhöhen konnten. Doch der ebenso flinke und technisch starke Gast schaffte es, uns immer wieder in Konter laufen zu lassen oder die gestaffelte Abwehr auszuspielen. Zwar war das 5:5 ein Geschenk unserer Verteidigung, doch sicherlich leistungsgerecht.

 

Fazit

Am Ende steht das Ergebnis nicht im Vordergrund, sondern die Erkenntnis, dass wir durch beide Neuzugänge tolle Optionen für unsere Aufstellung und unsere Spielweise hinzugewonnen haben. Beide wurden gut integriert, die Mannschaft hat insgesamt eine gute Leistung gebracht. Nun gilt es am Montag ein gutes Training zu absolvieren und dann mit einem schönen, schnellen sowie erfolgreichen Fußball am Mittwoch und Samstag für strahlende Gesichter zu sorgen!

 

D.G.


13. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (28.03.2015)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. FFV Leipzig 0:0 (0:0)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Nathaniel (C) – Martin, August, Paul – Tobias (Eingewechselt: Robin, Till)

 

Tore

keine

 

Spielbericht

Starkes Remis gegen das Leistungszentrum


Wir lassen kurz unsere Gedanken aufblitzen und an das Hinspiel denken. Wir erinnern uns an schnelle, wendige und technisch top talentierte Mädchen, die mit einer sehr guten Ordnung gefühlt immer am Ball waren und wenn nicht, dann zumindest gerade auf dem Weg dahin. In einer sehr leistungsstarken Ligaspitze um Störmthal, Holzhausen und Stötteritz belegen sie aktuell Platz zwei, wir Rang acht.

 

Die Hinspiel-Erinnerungen sollten uns Warnung und Motivation zugleich sein. Völlig chancenlos – im wahrsten Sinne des Wortes – standen wir einst den Mädels gegenüber, verließen den Gontardweg mit einem schmeichelhaften 0:2. Doch unser Weg zeigt deutlich nach oben. Nach der bitter unglücklichen Auftaktpleite beim Tabellenführer und einem Nachspielzeit-KO in Holzhausen wollten unsere Jungs heute erfolgreich sein, waren bis in die Haarspitzen motiviert. Dass das Tore schießen nicht unsere Edeldisziplin ist, war uns hierbei ebenso bewusst, wie die Tatsache, dass uns heute die beste Abwehr der Liga gegenübersteht (nur 11 Gegentore in 14 Spielen). Nach wenigen Minuten der Anpassungsphase mit vielen intensiven Laufduellen und Zweikämpfen gelingt uns der sogenannte Zugriff zum Spiel. Wir müssen unglaublich viel leisten, um den Ball in den Gefahrenbereich zu bringen und noch wesentlich mehr, um auch gefährlich zum Abschluss zu kommen. Dies gelingt uns einige Male, den Gästen seltener. August hatte dabei die allergrößte Chance, als er freistehend vor dem Tor eine Feldspielerin von der Linie schoss. Insgesamt bekamen die Zuschauer eine sehr interessante, spannende erste Spielhälfte zu sehen, die herzlich wenig mit Kreisklassefußball zu tun hatte. Beide Teams schenkten sich weniger als gar nichts und zeigten trotzdem streckenweise hervorragende Spielzüge. Der 0:0-Pausenstand sagt viel über die Ausgeglichenheit dieses Spiels und die ausgezeichnete Leistung unserer Mannschaft.

Die zweite Spielhälfte verlor etwas an spielerischer Kultur, gewann jedoch an Einsatzbereitschaft und Taktik. Beide Mannschaften konnten das hohe Tempo aufrechterhalten, nur überwog jetzt der Ergebnisgedanke. In einem Spiel, welches zwei Sieger verdient hatte, wurde nun der eine gesucht. In der Anfangsphase waren die FFV-Mädchen besser, die Eintrachtler arbeiteten und spielten sich jedoch zügig zurück in dieses rassige Kreisklasse-Match. Nathaniels Lattenschuss hätte hier dem Spiel die gewünschte Richtung geben können, doch in der Schlussphase mussten wir dem hohen Einsatz Tribut zollen, durften um das 0:0 ein Schleifchen binden und dieses als Geschenk mit nach Hause nehmen.

 

Fazit

Eine bärenstarke erste Spielhälfte hätte uns auf die Siegerstraße bringen können, wenn wir im entscheidenden Moment etwas abgezockter gewesen wären. Viele gute Konter und Einzelaktionen hätten dazu führen können. Auch im zweiten Abschnitt gab es einige Phasen, in denen sehr viel optimal lief, auch wenn die spielerische Qualität ein bisschen unter dem enormen Einsatz litt. Am Ende steht ein gerechtes Unentschieden auf dem Spielberichtsbogen, welches wir als Erfolg werten dürfen. Betrachten wir die letzten drei Spiele – auch wenn die Ergebnisse eher unglücklich waren – dürfen wir uns zufrieden zeigen. Die Jungs haben das sehr gut gemacht, müssen das jetzt aber bis zum Saisonende mit derselben Entschlossenheit, Leidenschaft und Spielfreude durchziehen – im Training als auch im Wettkampf. Das ist auch meine unmissverständliche Erwartungshaltung an jeden Einzelnen und das gesamte Team.


D.G.

Hier findet ihr weitere tolle Fotos von unserem Spiel auf der Facebook-Seite der Mädels.


15. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (21.03.2015)

FC Eintracht Holzhausen vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 3:3 (1:0)


Aufstellung

Luca – Richard, Paul D. – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Leo – Paul H. (Eingewechselt: Benni, Phillip, Robin)

 

Tore

1:0 Holzhausen (25.); 2:0 Holzhausen (37.), 2:1 Leo (38.), 2:2 Eigentor (42.), 2:3 Leo (56.), 3:3 Holzhausen (60.+1, Neunmeter)

 

Spielbericht

Beim Tabellenzweiten mit 3:3 verloren


Nach dem sehr unglücklichen Rückrundenauftakt beim Tabellenführer aus Stötteritz galt es für unsere Jungs zunächst einmal, die drei Wochen Fußballpause zu verkraften, ohne den Rhythmus zu verlieren. Die Motivation hingegen stieg stetig, das 1:3 am letzten Februar-WE sowie die Erinnerung an das Hinspiel gegen den heutigen Gegner ließen den ein oder anderen bereits beim Abschlusstraining zur Hochform auflaufen.

 

Unser Team betrat den – tut mir Leid – furchtbar zu bespielenden Platz mit der richtigen Einstellung, war sofort um den ersten Treffer bemüht. Allein die fehlende Entschlossenheit, eine kleine Lücke für einen Versuch zu nutzen, wird wohl das 1:0 verhindert haben. Torchancen gab es seitens der Eintracht trotzdem mehr als genug, die allerbeste hatte Abwehr-Boss Richard, der den Ball gegen den Pfosten setzte. Im gesamten Verlauf der ersten Spielhälfte versuchten wir es mit variablen Spielideen, mal über beide Verteidiger und Flügelspieler, mal auch durch die Lücken im Zentrum. Leider versprangen uns auf dem holprigen Geläuf sehr viele Bälle, sodass die Zuspiele nach mehreren Stationen entweder wilder wurden oder wir den zweiten Kontakt brauchten und somit das Tempo verloren ging. Trotzdem hatte die Eintracht das Spiel problemlos im Griff, bis fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff der erste gefährliche Konter der Gastgeber lief. Wir können den Schuss nicht blocken, Luca steht zu weit vorm Tor und so schlägt der Ball mittig oben ein. Bitter…

Die Jungs gaben sich zur Halbzeit zuversichtlich. Wir waren uns sicher, dass die Überlegenheit irgendwann zu Toren – unser mega-super-spitzenmäßiges Problem! – führt. Die zweite Halbzeit begann, die Partie verlief ähnlich der ersten. Was fehlte, war das Tor. Dieses bereitete dann Paul Decker in der 37. Minute vor, leider für die falschen. Seinen verunglückten Querpass möchte Luca nach vorn statt zur Seite klären, schießt den Gegner an und es steht 2:0. Es drohte das bekannte Szenario. Doch unsere Jungs gaben eine tolle Antwort und feuerten nun aus allen Rohren auf’s Tor. Nur eine Minute nach dem zweiten Gegentreffer wird Leo toll von Benni freigespielt, dieser umkurvt seinen Gegenspieler und haut den Ball ins kurze Eck. Wenig später geht er einem Rückpass der Gastgeber im höchsten Tempo nach, setzt den Hüter unter Druck, sodass dieser über den Ball schlägt – 2:2. Pure Willenskraft und Einsatzbereitschaft gleichen dieses völlig einseitige Spiel aus. In der Folge segelte der Ball im Minutentakt brandgefährlich in den Strafraum. Unzählige Ecken und Freistöße finden aber nur den Weg neben, über oder an das Tor (Leo ans Lattenkreuz) bzw. werden vom Torhüter pariert. Wir warten geduldig auf den Siegtreffer und bekamen ihn vier Minuten vor dem Ende serviert. Einen Fernschuss pariert der Torhüter zur Seite, Paul Decker ist geistesgegenwärtig und kratzt den Ball von der Grundlinie statt ihn zur Ecke rollen zu lassen, auch Leo ist auf der Höhe, netzt in der Mitte volley staubtrocken ein. 2:3, das Spiel gedreht, es war so megamäßig verdient! Auch bis zur Nachspielzeit lassen wir keinen Zweifel am Ausgang dieses Spiels, bis uns im Mittelfeld ein unglücklicher Ballverlust einen Zweikampf beschwert, den der Schiedsrichter als Foulspiel ahndet. Der Freistoß fliegt vor unser Tor, aus dem Gewühl spielt Nathaniel mit der Hand, es gibt Neunmeter, Luca ist dran, kann aber nicht parieren – 3:3. *hier könnte jetzt ein schlimmes Schimpfwort stehen*

 

Fazit

Es ist einfach unfassbar, wie brutal schwer wir uns damit tun, unser spielerisches und taktisches Können in regelmäßige Erfolge zu übersetzen. Eine Zeit lang fehlte uns der Biss, dann ging uns oftmals der Mut verloren, mittlerweile ist es eine Mischung aus Pech, Mist und irgendeiner anderen Sch****. Wiederholt wird eine sehr gute Leistung nicht belohnt. Wir fühlen uns wie ein Verlierer und das nach einem 3:3 beim Tabellenzweiten. Wenn man auf die Tabelle schaut, weiß man gar nicht, ob man lachen oder heulen soll. Gut, dass der Trainer mehr auf die Fähigkeiten der Kinder als auf die Tabelle achtet. Demnach haben wir auch nach so einem bitteren Tag allen Grund zur Freude!

 

D.G.


12. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (28.02.2015)

SSV Stötteritz vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 3:1 (0:0)

 

Aufstellung

Luca – Richard, Benni – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Felix R. – Joel (Eingewechselt: Marc, Paul, Phillip)

 

Tore

1:0 Stötteritz (36.), 2:0 Stötteritz (38.), 2:1 Nathaniel (45., Neunmeter), 3:1 Stötteritz (60.)

 

Spielbericht

Ohne Torgefahr keine Punkte


Die D2-Jungs trafen am Samstagmorgen zum Rückrundenauftakt auf den Tabellenführer. Der SSV Stötteritz tat uns schon zu Saisonbeginn weh, wandelte einen 2:1-Pausen-Rückstand in einen 2:4-Sieg um und blieb seitdem mit Ausnahme eines Spiels verlustpunktfrei. Doch die Vorzeichen waren nun andere. Zwar war es das Duell Erster gegen Siebter, doch die Eintracht war alles andere als ein Außenseiter.

 

Der Start gab unserer Prognose Recht. Die Eintracht begann druckvoll und schoss in den Anfangsminuten gleich viermal mehr oder weniger gefährlich auf's Tor. Das war auch die Vorgabe: schließlich kommt das Tore schießen nur dann zustande, wenn man auch mal auf selbiges zielt. Dass wir in diesem Bereich so gefährlich wie das Kaninchen vor der Schlange sind, bereitete uns wenig Kopfzerbrechen, da wir das Spiel über weite Strecken bestimmten und mehrere gefährliche Aktionen im oder am Strafraum besaßen. Stötteritz agierte seinerseits sehr variabel. Mal mit gezielten langen Bällen, mal mit gutem Passspiel durch das Mittelfeld oder schnellen Kontern. Gerade letztere waren am gefährlichsten, da sich die Eintracht permanent im Vorwärtsgang befand. Das hohe Verteidigen gelang uns jedoch nicht so gut wie gewohnt. Richard war noch nicht 100 Prozent fit, Benni beging in den ersten dreißig Minuten mehrere Stellungsfehler. Mit Ball sah vieles sehr gut aus, ohne vielleicht noch nicht ganz. Das 0:0 zur Pause war hingegen keineswegs Zeugnis zweier harmloser Mannschaften. Im Gegenteil, viele Offensivaktionen charakterisierten dieses bis dahin äußerst attraktive Aufeinandertreffen.

In der zweiten Spielhälfte wollten wir unsere Bemühungen nun endlich in Punkte übersetzen. Wir erhöhten unsere Zweikampfintensität, die ab und an in Halbzeit eins in wichtigen Situationen fehlte. So kamen wir weiterhin zu guten Torchancen, die aber im bekannten Muster nicht verwertet wurden. Dass sich dies gern rächt, ist eine bekannte Fußballerweisheit. Ein Doppelschlag in der 36. und 38. Minute weckte die Eintracht endgültig, die auch prompt via Strafstoß verkürzen konnte. Doch für Zählbares fehlten heute einfach die Konzentration und der Wille zum Erfolg. Das entscheidende Zuspiel, der letzte Zweikampf oder die Aufmerksamkeit beim Torschuss: wenn ich gewinnen will, muss ich Tore schießen, wenn ich Tore schießen will, muss ich gewinnen wollen. Ein Kreislauf, in den wir seit eineinhalb Jahren nicht hineinkommen. Man bekommt den Eindruck, dass der Erfolg für uns eher eine Nebensache ist. Bezeichnend dafür ist die 1000-prozentige Einschusschance in der 59. Minute. Kein Torwart mehr drin, aber der Ball will auch im dritten Versuch nicht über die Linie. Es kommt ein langer Ball, Abwehr und Torwart quatschen an sich gerne, aber nicht im Spiel und nicht miteinander, 1:3 – die Entscheidung.


Fazit

Im Vergleich zum Hinspiel stand uns nahezu dieselbe Stötteritzer Mannschaft gegenüber, wir waren damals einem Erfolg lange Zeit sehr nahe. Wir hingegen hatten im September weder Nathaniel, Marc, Felix noch Joel im Kader. Dass es dann trotzdem nicht reichte, mag an fehlenden Automatismen gelegen haben (besonders in der 1. Halbzeit sehr gut zu beobachten), ist aber eher mit unserer eklatanten Abschlussschwäche und dem "Sieger-Gen" in den Jungs zu begründen. Wir werden daran arbeiten, keine Frage, aber das wirft uns schon ein bisschen zurück…


D.G.

 

Trainingsspiel (26.02.2015)


Aufstellung

Luca – Phillip, Benni – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Robin – Paul (Eingewechselt: Janis)

 

Spielbericht

Perfekte Vorbereitung auf den Tabellenführer


Für die Jungs stand nach einem vielversprechenden Hallenturnier am Sonntag und dem Trainingsauftakt am Montag die erste Standortbestimmung auf dem Terminplan. Spielerische, taktische und konditionelle Leistungsstände sollten überprüft sowie ein erstes Rhythmusgefühl für das anstehende Rückrunden-Auftaktspiel beim Tabellenführer gefunden werden.

 

Unsere Eintracht bemühte sich sehr, von Beginn an druckvoll und sicher am Ball zu agieren. Wir hatten die drei "Spaß-Elemente" (den Ball haben, mit dem Ball spielen und auf's Tor schießen) im Sinn und schnell auch in die Realität umgesetzt. Zahlreiche Torchancen waren Zeugnis guter Laufarbeit, vieler Ideen und schöner Spielzüge. Einzig das entscheidende Erfolgserlebnis blieb uns lange Zeit fern. Doch noch vor der ersten Drittelpause – wir spielten dreimal zwanzig Minuten – gelang uns ein Treffer. Im Mittelfeld wurde gedanklich schnell reagiert, Till über links auf die Reise geschickt. Der meistert an der Strafraumkante bei allerhöchstem Tempo einen perfekten Zidane-Trick und legt den Ball quer durch den gesamten Strafraum, sodass Paul nur noch einschieben brauchte. Das war großartig!

Im zweiten Abschnitt taten wir uns mit der Ballsicherheit wieder schwerer, weil wir zu häufig im zentralen Mittelfeld auf Einzelaktionen setzen, aber auch, da wir auf der rechten Außenposition zu sehr nach innen rückten. Das machte das Spiel eng, langsam und wenig variabel. Die spielerische "Dominanz" ging uns etwas verloren, die beiden Gegentreffer nach unserem 2:0 waren zudem höchst überflüssig. Trotzdem sahen wir auch in diesem Spielabschnitt wieder viele tolle Ideen und Spielfreude. Im letzten Abschnitt waren wir dann wieder aggressiver in den Zweikämpfen, konnten einige Male das Aufbauspiel des Gastgebers so stören, dass wir bereits in Tornähe in Ballbesitz gelangten. So gelangen uns drei weitere Treffer bei einem Gegentor.

 

Fazit

Dieses Testspiel können wir nicht nur aufgrund des 5:3-Sieges als äußerst positiv bezeichnen, sondern insbesondere wegen der variablen und freudbetonten Spielweise unserer Jungs. Im Rahmen einer geschlossenen Mannschaftsleistung mit einigen positiven und negativen individuellen Phasen und Situationen stach lediglich Till überdeutlich heraus, der aktuell in besonders guter Form und Spiellaune zu sein scheint. Mit dem Wissen, dass das Ergebnis wesentlich knapper war als der Spielverlauf, gehen wir mit breiter Brust in das schwierige Spiel am Samstagmorgen. Glückwunsch, Jungs!


D.G.


Engel & Völkers-Cup, 22.02.2015

SV Eintracht Leipzig-Süd

 

Jeder gegen Jeden

ELS vs. Grün-Weiß Miltitz 2:0

ELS vs. TSG Wörmlitz 2:0

ELS vs. SG Taucha 99 1:0

ELS vs. Knautkleeberger SC 1:0

ELS vs. Turbine Halle 0:3

ELS vs. FC Eilenburg II 1:1

 

Im Kader

Benni (2 Tore), Luca, Paul (2 Tore), Phillip, Richard, Till (1 Tor), Tobias (2 Tore)


Spielbericht

Fast perfektes Finish der Hallensaison


Zum zweiten Mal in dieser Saison erhielten unsere Jungs eine zweiwöchige Pause. Weder zu Weihnachten noch in den Winterferien wurde trainiert oder an Turnieren teilgenommen. Lediglich drei Spieler nahmen vergangene Woche am Trainingslager teil. Das tut der Motivation und Fußballlust gut.


Obwohl die fußballfreie Zeit in punkto Ballsicherheit und Rhythmusgefühl nachteilig ist, fanden unsere Kicker heute stark ins Turnier. Sowohl gegen Grün-Weiß Miltitz als auch gegen die TSG Wörmlitz gab es schönen Fußball und jeweils zwei 2:0-Siege zu bestaunen. Zweimal Paul sowie Benni und Tobias waren die Torschützen. Die SG Taucha machte uns im dritten Turnierspiel das Leben sehr schwer. Körperlich überlegen kamen sie zu mehreren guten Torchancen. Doch unser junger Jahrgang nutzte die wenigen Konterchancen clever aus und gewann etwas glücklich mit 1:0. Mit diesem Sahnestart war der erste Turniersieg des Winters in Blickweite. Der ebenso durchweg siegreiche KSC stand uns nun gegenüber. Die Jungs fanden in diesem Spiel wieder zur Ballsicherheit zurück, ließen selbigen und den bordeauxrot gekleideten Gegner laufen. Am Ende reichte es zwar nur zu einem Treffer – Benni traf nach toller Vorarbeit von Till – doch die Art des Spiels stimmte uns zurecht sehr froh! Leider verloren wir fortan den spielerischen Faden. Viele Einzelaktionen bestimmten die beiden finalen Begegnungen. So wurden wir aufgrund unserer langsamen Gedanken und Bewegungen von Turbine Halle vorgeführt. Die 0:3-Pleite war verdient und gleichzeitig ein passender Hinweis, dass wir uns wieder auf flüssiges und kontrolliertes Passspiel anstatt auf Einzelleistungen konzentrieren sollten. Das gelang uns im letzten Spiel gegen den FC Eilenburg II immerhin teilweise. Nach etwa drei, vier Minuten befanden wir uns wieder auf dem Niveau, mit dem wir das Turnier begonnen hatten. Am Ende reichte es etwas unglücklich nur zu einem 1:1-Remis, doch das tat uns nicht besonders weh, da wir bereits als Turniersieger feststanden.

 

Fazit

Trotz der zuletzt fußballarmen Zeit befanden sich unsere Jungs gleich zu Beginn auf der richtigen Höhe, zeigten Spielfreude und Ideenreichtum. Das wollen wir am Montag in das Training übernehmen und Donnerstag im Testspiel anwenden. Uns erwarten mit dem Tabellenführer SSV Stötteritz sowie den starken Mädels vom FFV Leipzig zwei schwere Auftaktgegner, denen wir hartnäckiger begegnen wollen als noch im Hinspiel.


D.G.

 

Hallenturnier, 31.01.2015

VfB Zwenkau

 

Vorrunde

ELS vs. ZFC Meuselwitz 0:1

ELS vs. FC Eilenbug II 2:1

ELS vs. VfB Zwenkau II 4:0

 

Halbfinale

ELS vs. LSV Störmthal 0:3

 

Spiel um Platz 3

ELS vs. ZFC Meuselwitz 1:1, 5:4 n. N.

 

Im Kader

Janis (1 Tor), Luca, Paul (2 Tore), Phillip (3 Tore), Richard, Till (1 Tor), Tobias


Spielbericht

Hätte besser laufen können


Am heutigen Samstagmittag ging es für unsere D2 zum Hallenturnier des VfB Zwenkau. Wir wollten das etwas unglückliche Abschneiden am vergangenen WE in Pegau (Platz 4 von 10 Teams und nach gewonnener Vorrunde) wieder wettmachen.

 

Der Start verlief – wie leider so häufig – sehr verschlafen. Wir mussten uns wieder an das Tempo, die Handlungsschnelligkeit und die zügigen Ideen gewöhnen. Deswegen mögen wir die Halle, hier lernen wir am meisten. Dass das erste Spiel unglücklich endete, ist auch teilweise auf diese drei Faktoren zurückzuführen. Zwar "klaute" man uns ein Tor und schenkte dem Gegner eines, doch trotzdem waren wir selbst in der Lage, das erste Spiel erfolgreich zu gestaltet. Dieses Vorhaben verschoben wir dann auf das zweite. Der FC Eilenburg II lag zügig mit 0:2 zurück. Phillip und Paul brachten die Eintracht in Führung. Und wäre der schnelle Anschlusstreffer nicht gefallen – wir ließen den Gegner frei zum Schuss kommen – wäre auch nie Spannung aufgekommen. So mussten wir das dritte zumindest Remis spielen, gewannen aber mit tollem Angriffsfußball mit 4:0 gegen den VfB Zwenkau II. Zweimal Phillip, einmal Janis und Till besiegelten den Eintrachtler Halbfinaleinzug.

Es wartete der in der Liga und bei diesem Turnier bockstarke LSV Störmthal. Wir starteten perfekt in das Spiel, waren fünf Minuten am Drücker, verpassten mehrfach die Führung. Doch dann unterliefen uns zwei, drei Nachlässigkeiten, die leider passieren, aber eigentlich nicht passieren dürfen. Die taktische Cleverness und Einsatzbereitschaft sind eigentlich vorhanden, in diesen Momenten jedoch nicht. Das 0:3 klingt entsprechend deutlich, war es aber keinesfalls. Im Spiel um Platz drei drohte uns das Szenario vom vergangenen Wochenende. Doch dieses Mal war das Team bissig, sehr motiviert. Dominant führten sie dieses Spiel. Paul traf im Zuge eines tollen Konters, lange Zeit sah es super aus. Erst kurz vor Schluss war sie wieder da: die spielentscheidende Unkonzentriertheit. Das Neunmeterschießen sollte also entscheiden. Till und Phillip waren je zweimal megacool, sicherten unserem Team den dritten Platz! Glückwunsch!


Fazit

Der Hallenfußball tut uns sehr gut. Er deckt viele Kleinigkeiten auf, die in einem richtigen Punktspiel bei zweimal dreißig Minuten einen großen Unterschied ausmachen. Spielerisch waren wir wieder auf einem guten Weg, in punkto Leidenschaft und Konzentration zeigen wir regelmäßige Lücken. Ein Bereich, der bis zum Rückrundenstart aufgearbeitet sein muss!

 

D.G.

 

Hallenturnier, 24.01.2015

TuS Pegau

 

Vorrunde

ELS vs. TuS Pegau II 7:1

ELS vs. SV Lok Engelsdorf 1:1

ELS vs. SV Naunhof 1:1

ELS vs- Hohnstädter SV 2:0

 

Halbfinale

ELS vs. TuS Pegau I 0:2


Spiel um Platz 3

ELS vs. Hohnstädter SV 1:2

 

Im Kader

Benni, Luca, Nathaniel (6 Tore), Richard, Robin (3 Tore), Till (1 Tor), Tobias (1 Tor)

 

Spielbericht

Im entscheidenden Moment fehlten Mut und Konzentration

 

Erwartungsvoll starteten wir in den Samstagmorgen. Ein gut besetztes Turnier des TuS Pegau hatte allerdings nicht nur dahingehend seine Tücken. Ohne Bande (obwohl vorhanden) und ohne Eindribbling (warum auch immer) in einer ewig langen Gruppenphase mit vier Kontrahenten galt es die ersten beiden Plätze zu ergattern.

 

Der Start gelang uns formidabel. TuS Pegau II bekam die volle Fußballlust unserer D2 zu spüren. So erzielten wir viele herausgespielte Tore, sogar ein Eigentor-Doppelpass zum zwischenzeitlichen 3:1 durfte (wir nahmen es mit Humor) bestaunt werden. Das 7:1 ging auch in der Höhe völlig in Ordnung, wenn man betrachtet, dass wir noch mehrere klare Einschusschancen liegen ließen. Nun galt es die Pausen gut zu überbrücken, schließlich lagen zwischen jedem Spiel geschlagene 60 Minuten. Stadtligaspitzenreiter Lok Engelsdorf war unser zweiter Gruppengegner, auch hier zeigten unsere Jungs vom Anpfiff an eine engagierte Leistung. Das 1:0 von Nathaniel fiel verdient, der 1:1-Ausgleich dann allerdings auch, da der Fleiß in der Zweikampfführung zum Schluss etwas nachließ. Ähnlich verlief auch das dritte Gruppenspiel gegen den SV Naunhof. Auch hier ging die Eintracht in Führung, ließ dann im Schlussspurt die Konzentration und den Zugriff aufs Spiel entgleiten. Abermals war es ein sehr überflüssiger individueller Fehler, der uns das Gegentor brachte. Trotzdem machten wir unsere Sache bis dahin gut, spielten stets einen sauberen, flachen Ball, waren um trickreiches Angriffsspiel bemüht. Ein Blick auf die Tabelle bereitete zufriedene Gesichter. Vor dem letzten Vorrundenspiel gegen den Hohnstädter SV ging es quasi nur noch um den Gruppensieg. Zwei schneller Treffer durch Robin, die jeweils sehr sehenswert herausgespielt wurden, ließen schnell erkennen, wohin die Reise geht. Mit 11:3 Toren gingen wir als Erstplatzierter in das Halbfinale, in jenem der Gastgeber auf uns wartete.

Leider leisteten wir uns in diesem eine schöpferische Pause. Zurückhaltend, mutlos, kompliziert, gedankenlangsam und streckenweise ohne die nötige Einstellung – mit anderen Worten: 0:2 und das mehr als verdient! So darf man sich nicht präsentieren, schon gar nicht, wenn man dreimal wöchentlich leistungsorientiert trainiert. Im Spiel um Platz drei bemühten sich unsere Jungs dann aber um einen guten Turnierabschluss. Erneut hieß unserer Gegenüber Hohnstädter SV, der wie schon in der Vorrunde ordentlich auf die Probe gestellt wurde. Doch der Führungstreffer wollte uns nicht gelingen, stattdessen sorgten ein Konter und ein Fehlabspiel beim Spielaufbau für ein bitterböses Erwachen. Den 0:2-Rückstand konnte Nathaniel – später mit sechs Treffern zum Torschützenkönig gekürt – nur noch verkürzen und somit wurden wir ein etwas unglücklicher Vierter.

 

Fazit

Vieles, was wir von unseren Jungs am Samstag zu sehen bekamen, war gut. Ich freue mich, dass die Jungs verstehen, dass wir stets fußballerisch zum Erfolg kommen wollen. Oftmals gelingt uns erfreulicherweise die Umsetzung, so auch an diesem Tage. Die Voraussetzungen technischer Natur besitzen die meisten Jungs in unserem Team, viele sind sehr fleißig. In Bezug auf Einstellung und Konzentration/Aufmerksam bereiten mir die Jungs jedoch regelmäßig – mal der eine, mal der andere oder auch diverse "Spezialisten" dauerhaft – große Kopfschmerzen. Das kann ich gar nicht leiden, das wurde hoffentlich am Samstag deutlich!

 

Nachtrag zum Thema Turniere

Auch in der bisherigen Turniersaison sind mir viele Dinge aufgefallen, die ich nicht verstehen kann. Turniere mit zehn Teams bei 30,00 Euro Startgeld bringen zwar etwas mehr Geld in die Vereinskassen, sorgen aber für riesige Wartezeiten und unattraktive Spielmodi. Ebenso der Verzicht der vorhandenen Banden im Kleinfeldbereich zählen für mich ebenso zu einem No-Go wie tausend Varianten absurdester Regelauslegungen. Wenn der Ball über die Bande fliegt, gibt's indirekten Freistoß. Wirklich? Einrollen und Einpassen. Warum? Damit das Spiel langsamer wird? Die Krönung sind dann Turniere auf Handballtore, ohne Bande und mit der Spielstärke 1 zu 5. Da lacht das Fußballherz, wenn's keine Treffer gibt…

 

D.G.


Hallenturnier, 18.01.2015

SV Tapfer Leipzig

 

Vorrunde

ELS vs. SV Leipzig-Ost 0:1

ELS vs. SV Tapfer Leipzig 1:1

ELS vs. SSV Stötteritz 1:1

 

Spiel um Platz 5

ELS vs. SV Lokomotive Engelsdorf II 2:1 n. N. (1:1)

 

Im Kader

Janis, Luca, Markus, Paul, Phillip, Robin, Till, Tobias

 

Spielbericht

Weit unter den Möglichkeiten

 

Nach zwei ordentlichen Auftritten in Markkleeberg und beim Heimturnier ging es heute beim SV Tapfer Leipzig zu Werke.

 

Leider verschliefen wir den Start und kamen im Verlaufe nur mäßig in einen wachen Zustand. Nach einem erschreckend schwachen ersten Spiel waren wir in der Folge besonders in der Offensive viel zielstrebiger, auch wenn die Angriffe aufgrund ihrer Ungenauigkeit insgesamt nur zu zwei Toren in der Gruppenphase führten. Besonders bitter der gute Auftritt gegen den SSV Stötteritz, da uns ein spätes Gegentor bei super vielen Einschusschancen den Weg ins Halbfinale verbaute. Wobei man zugestehen muss: zwar wollten wir das, aber empfohlen haben wir uns gewiss nicht!

Im Spiel um Platz fünf sah es gegen den SV Lokomotive Engelsdorf II ganz ordentlich aus, doch erneut sorgte ein vermeidbarer individueller Patzer für einen Rückstand, den Paul glücklicherweise wenige Sekunden später ausgleichen konnte. So entschied das Neunmeterschießen über die Platzierung. Robin und Till trafen, wir "freuten" uns über Rang fünf.


Fazit

Ernüchternd ohne Ende. Es hatte mit dem, was wir wollen, trainieren und können, nur sehr entfernt etwas zu tun.


D.G.


Hallenturnier, 11.01.2015

SV Eintracht Leipzig-Süd

 

Jeder gegen jeden

ELS vs. SpG Wachau/Liebertwolkwitz 4:0

ELS vs. Turbine Halle 0:0

ELS vs. SV Naunhof 0:0

ELS vs. Leipziger SC II 0:3

ELS vs. SG LVB 1:1

 

Im Kader

Benni, Janis (1 Tor), Markus, Nathaniel (4 Tore), Phillip, Richard, Robin

 

Spielbericht

Starker Turnierstart, unglückliche Fortsetzung

 

Am heutigen Sonntag stand endlich das erste Eintracht-Turnier dieser Saison auf dem Programm. Die Vorfreude war groß, ebenso wie die Konkurrenz.


Zum Start stand uns die SpG aus Wachau/Liebertwolkwitz gegenüber. Mit guter Raumaufteilung, schnellem Passspiel und einem treffsicheren Kapitän ging dieser in die richtige Richtung. 4:0, es trafen Janis und dreimal Nathaniel. Nun warteten drei dicke Brocken auf unser junges Team. Sowohl gegen Halle als auch Naunhof – beide einige Ligen über uns sortiert – zeigten unsere Jungs insbesondere im Defensivbereich eine überragende Leistung. In zwei ausgeglichenen Begegnungen auf hohem Niveau und mit großer Spannung geprägt freuten wir uns einerseits über die torlosen Remis, andererseits hätte unser geschicktes Konterspiel durchaus einen Treffer verdient gehabt. Mit positiven Gefühlen ausgestattet traten wir nun dem späteren Turniersieger von der Pistorisstraße gegenüber und erwischten einen fürchterlichen Start. Schnell stand es 0:3, die Jungs entwickelten in der Folge keine große Gegenwehr. Erst gegen Ende des Spiels trat unser Team selbstbewusst auf, erzielten jedoch leider keinen Ehrentreffer. So schien die Luft etwas raus. Diese Konstellation machte sich die SG LVB zunutze, konnte in einem eher zerfahrenen Spiel die Führung markieren. Müde und behäbig wirkende Eintrachtler streckten sich fortan nochmals etwas, sodass wir dank Nathaniels sehr späten Ausgleichstreffers wenigstens einigermaßen ordentlich ein sehr stark begonnenes Turnier beenden konnten.

 

Fazit

Insgesamt fällt die Turnierauswertung positiv aus. In den ersten drei Spielen steigerten wir uns kontinuierlich, erreichten in den Begegnungen gegen Halle und Naunhof eine tolle Individual- und Mannschaftsleistung. Der Rest kann passieren, es sind ja schließlich Kinder!

 

D.G.


Hallenturnier, 04.01.2015

EnviaM-Cup TSV 1886 Markkleeberg

 

Vorrunde

ELS vs. SG Olympia Leipzig 0:1

ELS vs. Döbelner SC 3:0

ELS vs. SV Tapfer Leipzig 1:2

 

Spiel um Platz 5

ELS vs. SV Leipzig-Ost 6:0

 

Im Kader

Benni (1 Tor), Luca, Nathaniel (6 Tore), Paul (1 Tor), Richard, Till (1 Tor), Tobias (1 Tor)


Spielbericht

Respektabler Start in die Hallensaison

 

Nach einer bewusst – und alles andere als traditionell – fußballfreien Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr starteten unsere Jungs am Freitag wieder mit dem Training und bestritten heute ihr erstes Hallenturnier. Als größtenteils junger Jahrgang wissen wir, dass Turniererfolge schwer zu realisieren sind, wollen uns stattdessen bestens und auf gutem Niveau für die Rückrunde vorbereiten.

 

Der Blick in unsere Gruppe ließ erahnen, dass das heute eine ganz enge Kiste werden wird, Kleinigkeiten über die Chance für das Halbfinal-Ticket entscheiden. Mit der SG Olympia erwischten wir einen etwas unglücklichen Start. Das sehr intensiv geführte Spiel verlief zunächst ausgeglichen, bis ein Abspielfehler im Spielaufbau den Kontrahenten in Führung brachte. Fortan lag das Chancenplus bei den Eintrachtlern, die jedoch mehrere gute Einschussmöglichkeiten liegen ließen. 0:1 zum Auftakt: unglücklich und natürlich auch ungünstig für das Ziel eines Platzes auf dem Treppchen. Im zweiten Gruppenspiel stand uns der Döbelner SC gegenüber. Wir spielten sehr offensiv, gewannen die meisten Zweikämpfe, mussten kaum Gegenstöße kompensieren. Spielerisch nicht ganz so gut, dafür aber mit viel Entschlossenheit gewannen wir mit 3:0. Nun stand fest: ein Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Tapfer war nötig, um eine Runde weiterzukommen. Bis auf einen kleinen Fehler im Deckungsverhalten bei einem Konter – der leider zum 0:1 führte – war die Eintracht drückend überlegen, zeigte sehr überzeugenden Angriffsfußball auf allen Positionen. Neun Minuten reichten jedoch nicht für ein zweites Tor, da wir hochgradig unglücklich vor des Gegners Tor agierten. So blieb es bei Tobias' Ausgleichstreffer für uns und einem Kontertor in den Schlusssekunden zum 1:2 für den späteren Finalisten. Das Vorrunden-Aus war mehr als unglücklich, da tröstete es auch nur wenig, dass beide Teams aus unserer Gruppe souverän das Finale erreichten und damit die Stärke unserer Gruppe aufzeigten. So galt es nun im Spiel um Platz fünf gegen den Dritten der anderen Gruppe für einen guten Abschluss zu sorgen. Unsere Jungs zeigten eine sehr ansprechende Leistung. So nahm unser Kapitän Nathaniel allen Mut zusammen und knipste binnen weniger Minuten dreimal. Als uns die Turnierleitung durchsteckte, dass es bis zur Torjägerkrone nicht mehr fern war, schalteten unsere Jungs nochmals hoch, sodass Nathaniel drei weitere Treffer zum 6:0 Endstand einnetzte. Insbesondere die tolle Teamleistung sorgte für ein schönes Finish. Unser Kapitän durfte dann im Neunmeterschießen mit einem weiteren Spieler um die Torjägertrophäe wetteifern und holte sich diese durch zwei Treffer vom Punkt.

 

Fazit

Der fünfte Platz gibt die sehr ansprechende Leistung unserer Mannschaft nicht wirklich wieder. Aber das gehört zum Fußball dazu und sind wir ja auch teils aus der Liga gewöhnt. Andererseits erkennt man in der Halle die technischen und taktischen Fertigkeiten der einzelnen Spieler sehr genau und so konnte man feststellen, dass insbesondere Benni und Richard in dieser Spielzeit einen sehr großen Sprung nach vorn gemacht haben, ähnlich sieht es bei Luca aus. Trotzdem möchte ich die gute Teamleistung betonen, die heute für einen schönen Start in die Hallensaison gesorgt hat.

 

D.G.

 

11. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (14.12.2014)

SV Brehmer Leipzig vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 1:4 (0:3)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Benni – Metze (Eingewechselt: August, Janis, Robin)

 

Tore

0:1 Metze (12.), 0:2 Metze (18.), 0:3 Robin (29.); 0:4 Nathaniel (42.), 1:4 Brehmer (52.)

 

Spielbericht

Durchwachsene Hinrunde mit Sieg beendet


Das letzte Hinrunden-Spiel sollte nochmals für fröhliche Gesichter sorgen, nachdem uns einige Spiele entweder in Bezug auf die Leistung oder auf das Ergebnis weniger verzückten. Im Laufe des Spieltages rutschten wir gar auf Platz neun ab, drohten sogar auf Rang zehn zu überwintern. Mit Hinblick auf das Auftaktprogramm im Februar und März sicherlich kein schöner Gedanke.

 

Entsprechend waren unsere Jungs von Beginn an bemüht, die Weichen schnell auf Sieg zu stellen. Doch die ersten guten Chancen machte der sehr gute Brehmer Hüter zunichte. So warteten wir geduldig auf den Doppelpack unseres D1-Knipsers Metze in der 12. und 18. Spielminute. In der Folge hatten wir nun mehrere Möglichkeiten, das Ergebnis deutlich in die Höhe zu treiben, doch Ungenauigkeiten im Mittelfeld sowie fehlende Konzentration beim Torschuss verhinderten dies in gewohnter Form. Erst als Tobias in der letzten Minute vor dem Pausentee ein genialer Einfall in Form eines perfekten Zuspiels in die Gasse überkam, erhöhten wir durch Robin auf 3:0.

Die zweite Spielhälfte ähnelte der ersten: großes Bemühen mit geringer Ausbeute. Der Ball wollte nicht rein, lediglich Nathaniel knipste in der 42. Minute. Allerdings kam nun auch das Tabellenschlusslicht zu drei, vier Gelegenheiten. Zweimal hält Luca überragend, einmal ist er machtlos. So endete die zweite Halbzeit 1:1, das Spiel 1:4 zu unseren Gunsten. Sicherlich nicht die große Fußballkunst, doch nach den bitterbösen Erlebnissen der vergangenen Spiele – in denen man drückend überlegen und am Ende bitter unterlegen war – eine sehr erfreuliche Nachricht.

 

Fazit

Wir können mehr, als wir in der Hinrunde gezeigt haben und in der Tabelle angesiedelt sind. In der Rückrunde erwarte ich eine deutliche Leistungssteigerung von jedem einzelnen sowie als Team und damit verbunden auch wesentlich bessere Ergebnisse!


D.G.


10. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (06.12.2014)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. LSV Störmthal 1:5 (0:1)


Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Benni – Janis (Eingewechselt: Paul)

 

Tore

0:1 Störmthal (26.); 1:1 Benni (33.), 1:2 Störmthal (40.), 1:3 Störmthal (55.), 1:4 Störmthal (57.), 1:5 Störmthal (60.)

 

Spielbericht

Verkehrte Welt auf der Südkampfbahn

 

Welche Bedeutung das Ergebnis beim Fußball einnimmt, haben unsere Jungs in den letzten zweieinhalb Wochen bitter erfahren müssen. Erst mussten wir im Pokal gegen den Stadtliga-Vierten trotz klarer Überlegenheit im Neunmeterschießen die Segel streichen, wenig später besiegelte der zweite ernsthafte Torschuss des Liga-Fünften eine 0:2-Niederlage in einer eigentlich einseitigen Partie.

 

Um heute den Gipfel der Ungerechtigkeit zu vermeiden, werfen wir alles in die Waagschale, was uns an Qualität zur Verfügung steht. Während Phillip und Richard unseren Abwehrverbund bilden, beschreibt die Besetzung der Mittelfeldraute um Nathaniel, Tobias, Till und Benni unsere unmissverständliche Marschrichtung: wir wollen extrem temporeich und hochoffensiv Fußball spielen, die Torflaute mit aller Entschlossenheit bezwingen. Spielerisch, kämpferisch wie taktisch hätten wir die erste Halbzeit nur schwerlich besser gestalten können. Mit perfektem Pressing, großartiger Laufbereitschaft sowie besonders aufmerksamem Stellungsspiel verlagern wir die ersten 25 Minuten nur in eine Spielhälfte. Im Minutentakt staunen wir über überragende Spielzüge und perfekte Einzelaktionen. Wir warten geduldig auf das erste Tor, doch es fällt auf der falschen Seite. Vier Minuten vor dem Pausenpfiff verliert der Fußballgott wieder einmal sein Gerechtigkeitsgefühl, vergisst, wer hier dieses Spiel dominiert. Selbst die beiden Lattenkracher schaffen es gerade so in die Top Ten der Großchancen unserer Eintracht! Unfassbar, statt 6:0 steht es 0:1. Hör mir auf…

Die zweite Spielhälfte startet wie die komplette erste verläuft. Das Prinzip bleibt das gleiche, nur die Seiten werden getauscht. Ohne Wechselspieler, Paul fiel nach seiner zweieinhalbwöchigen Verletzungspause bereits nach einer Minute erneut aus, rennen unsere Jungs famos in eine Richtung. Der Ausgleich in der dritten Spielminute der zweiten Hälfte ist – formulieren wir es mal ganz bescheiden – überaus verdient, längst überfällig und alles andere als überraschend. Tobias legt perfekt für Benni auf, der vor dem Tor die Ruhe behält und ins lange Eck einschenkt. Doch dieser Ausgleichstreffer ist auch notwendig. Janis hat seit der 20. Minute stärkere Knie- und Rückenschmerzen, auch Till, Tobias und Nathaniel hätten eine kurze Verschnaufpause dringend gebraucht. Doch ohne Wechseloption und dafür mit umso mehr Leidenschaft rennen wir unaufhaltsam auf das 2:1 zu. Phillip, Tobias, Janis, Nathaniel, Till und Co – es ist einfach zum Verzweifeln. Wirklich? Achtung: Konter LSV Störmthal, 1:2 – irgendwer hat etwas gegen uns! In den verbleibenden knapp 20 Minuten setzen wir auf bedingungslose Offensive, rennen übermütig auf das ein, was eigentlich uns gehört. Doch die drei Punkte gehen an den Gast aus Störmthal, der in den Schlussminuten die erschöpften, demotivierten und gereizten Eintrachtler auskontert. Herzlich Willkommen im "ungerechten" Ergebnissport Fußball!

 

Fazit

Wir haben uns in den letzten zwei, drei Wochen sukzessive in die richtige Richtung bewegt. Schade eigentlich, dass es so lange gedauert hat und die Tabelle somit einem absoluten Witz gleicht. Unsere Ziele lauten nun, zuletzt Geleistetes zu wiederholen und zu verbessern. Die Zeit wird zweifelsohne unser größter Unterstützer sein!

 

D.G.


9. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (29.11.2014)

SpG SG Taucha II/AC Taucha vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 2:0 (1:0)


Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Nathaniel (C) – Till, Tobias, Linus – Lares; (Eingewechselt: Janis)

 

Tore

1:0 Taucha (6.); 2:0 Taucha (58.)


Spielbericht

Leistungssteigerung ohne Tor und ohne Punkte


Schwierige Wochen bei der Eintracht-D2. Potential und Ergebnis, Talent und Leistungsbereitschaft – manchmal eng verwandt, manchmal wildfremd. Jedes Training und Pflichtspiel ist anders. Mal erleben wir pure Fußballlust wie beim Pokal-Hit gegen den Vierten der Stadtliga, mal staubtrockenen Fußballfrust wie zuletzt gegen die RB-Mädchen.


Die Ausgangssituation war leider ungünstig wie lange nicht mehr. Abwehr-Spezialist Benni wurde in die D1 delegiert, Paul und Robin (zusammen 43 Scorerpunkte !!!) fehlten verletzungsbedingt. So trat der junge Jahrgang beim Tabellenfünften gleich mit zwei E-Jugendspielern an. Doch nach einer überdeutlichen Ansage zum Abschlusstraining am Freitag sahen wir heute eine sehr aufgeweckte und siegeswillige Mannschaft. Trotz guter Anfangsphase mussten wir allerdings bereits in der sechsten Spielminute den ersten Torschuss und Gegentreffer über uns ergehen lassen. Unser offensiv ausgerichtetes Spiel ließ uns in einen unerwarteten Konter laufen, das Mittelfeld kam nicht schnell genug hinterher, Phillip, Richard und Luca waren gegen einen cleveren Spielzug chancenlos. Unbeeindruckt vom Rückstand gab unser Team die richtige Antwort und rannte um jeden Ball, war extrem zweikampfstark, wir sahen viele kluge Ideen. Leider stolperten wir abermals über das perfekte Finish. Sei es der finale Pass oder der genaue Torschuss. Phillip, Till, Linus und Co vergaben beste Chancen bzw. scheiterten an einem leider zu guten Torhüter für diese Liga. So mühten wir uns sehr, blieben aber 30 Minuten ohne Treffer. Fazit: einen Torschuss zugelassen, einer zu viel. Viele Chancen kreiert, zu wenige genutzt. Außerdem spielten wir zu rechtslastig, auch wenn wir da oft sehr gefährlich waren.

Die zweite Spielhälfte ähnelte der ersten sehr. Wir spielten nun noch offensiver, fanden eine gute Mischung aus Ballbesitz- und Konterfußball. Nun war die linke Seite unser Aktivposten. Phillip und Till waren viel unterwegs, wurden Nathaniel und Tobias glänzend unterstützt. Doch etwa zwölf Meter vor dem Tor verfielen wir in Ratlosigkeit und Unentschlossenheit. X-mal befanden wir uns eine konzentrierte Aktion von einer Großchance entfernt. Oftmals war es der Mut, der uns mit fortlaufender Spielzeit verloren ging. Und wenn wir mal durchstießen, verfehlten wir das Gehäuse oder scheiterten an einem unfassbar sicheren Torhüter. Bis zur 55. Minute fand Taucha gar nicht statt, Phillip war in beiden Spielrichtungen sehr präsent, Nathaniel stopfte alle entstehenden Lücken vor der Abwehr und Richard spielte nun das dritte nahezu perfekte Spiel in Folge – aktuell konstantester und bester Eintrachtler. Wir gaben uns in der Schlussphase nicht auf, auch wenn die physischen und psychischen Kraftreserven aufgebraucht schienen. Luca führt einen Abstoß schnell aus, der von einem Tauchaer Spieler kurz vor der Mittellinie abgefangen und daraufhin auf’s Tor gedroschen wird. Das wird doch wohl nicht der zweite Schuss auf unser Tor werden? Doch! Und der geht auch noch rein…


Fazit

Heute haben wir die richtige Einstellung an den Tag gelegt, um erfolgreich zu sein. Wir haben die schmerzhaften Ausfälle gut weggesteckt, aber irgendwie trotzdem nicht alles aus uns herausgeholt, was für einen Dreier notwendig gewesen wäre. Entschlossenheit, Selbstvertrauen und Konzentration sind nahe des Strafraums wichtige Eigenschaften für den Torerfolg.


D.G.

 

 

8. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (22.11.2014)

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. SG LVB II 6:0 (4:0)


Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Benni – Robin, Tobias (C), Janis – Till; (Eingewechselt: Emil)

 

Tore

1:0 Till (2.), 2:0 Tobias (7.), 3:0 Emil (18.), 4:0 Robin (30.+1); 5:0 Till (43.), 6:0 Janis (53.)

 

Spielbericht

Viele Tore, wenig Fußball


Am Mittwoch hätte die Überschrift noch genau umgedreht lauten können. Mit einem hervorragenden Auftritt im Pokal gegen den Stadtligisten von der Radrennbahn hätte es beinahe für die Sensation gereicht. Lediglich das Toreschießen vermieste uns etwas den Feiertag, die Überlegenheit und der Einsatz wurden nicht (selbst)belohnt.

Heute empfingen wir die Reserve der SG LVB, die aktuell im Tabellenkeller mühsam um Punkte kämpft. Dass es heute ebenso wenig zu holen geben würde, war bereits nach sieben Minuten klar, denn zu diesem Zeitpunkt führte die Eintracht bereits mit 2:0. Ein tolles Zuspiel von Tobias – unser Kapitän heute an vier von sechs Toren direkt beteiligt – verwertet Till souverän mit dem rechten Fuß ins rechte Eck. Kurz darauf war es Tobias selbst, der eine gute Vorlage (von Phillip) sicher verwertete. Der Spielverlauf in den ersten zehn Minuten passte gut zu unseren Vorstellungen, so oder so ähnlich hatten wir es uns vorgenommen. Leider verloren wir ab diesem Zeitpunkt jegliche Konzentration, Motivation und damit Zielstrebigkeit. Finten ins Niemandsland, haarsträubende technische Fehler und fehlendes Tempo ließen das Spiel nur so vor sich hinplätschern. Die Vorarbeit von Benni und Emils Tor: ein einsamer Lichtblick im (fußball)dunklen Raum. Der Pausenstand von 4:0 klingt prima, doch Ergebnisse sind manchmal – klammern wir mal den Mittwoch aus – nicht alles.

Die zweite Hälfte startete dann wieder besser. Tills Treffer hatte einen Hauch von Entschlossenheit und Freude am Fußball, an denen wir hätten gern anknüpfen können. Auch Janis' Treffer zehn Minuten später war nicht spektakulär, aber technisch sauber und schnörkellos. Alles andere vor, zwischen und nach den beiden Treffern war schwierig zu ertragen. Es fehlte die Begeisterung, es mangelte an Ballfertigkeiten sowie Ideen im Angriff.


Fazit

In zwölf Pflichtspielen in dieser Saison spielten wir – stets gemessen an unserem eigenen Potential – bisher sechs sehr gute und zwei gute Halbzeiten. In Noten ausgedrückt waren demnach sechzehn (!) Spielhälften dabei, die sich irgendwo zwischen Drei und Sechs bewegten. Das ist extrem frustrierend!

Montag ist trainingsfrei, vielleicht tut etwas weniger Fußball gut, um wieder mehr Lust zu generieren.


D.G.


Achtelfinale LVV-Cup, 19.11.2014

SV Eintracht Leipzig-Süd II vs. LSV Südwest 4:5 n. N. (0:1, 1:1, 1:1 n. V.)

 

Aufstellung

Luca – Richard, Benni – Tobias – Till, Paul, Robin – Janis; (Eingewechselt: Alex, Phillip, Nathaniel)

 

Tore

0:1 LSV Südwest (15.); 1:1 Nathaniel (37.)

 

Spielbericht

Die Extraportion Dramaturgie und Grausamkeit des Fußballs

 

Bereits in der Runde zuvor kegelten die D2-Kicker einen Stadtligisten aus dem Rennen um den Pott, die zweite Halbzeit damals ein berauschendes Feuerwerk. Das Ticket für's Viertelfinale schien heute jedoch eher nicht erschwinglich. Unser Kontrahent von der Radrennbahn spielt nicht nur zwei Ligen über uns, sondern steht dort auf einem starken fünften Rang, ist ein ganzes Jahr älter.

 

Die Vorzeichen verbessern sich nicht, als Phillip kurz vor dem Anpfiff ausfällt, Paul in der neunten Minute aufgeben muss und Alex das Spiel verschläft. Nathaniel wird per SMS vom Frühstückstisch ins Eintracht-Trikot geholt, sorgt wenigstens für Gleichzahl im ungleichen Duell. Doch bereits nach einer kurzen Abtastphase kippt das Spiel zu unseren Gunsten. Mit großem Einsatz und noch größerem Herz rennt unser Team dem Führungstreffer entgegen, lässt in der Anfangsviertelstunde eine Vielzahl bester Tormöglichkeiten liegen. So spielt uns der Fußballgott den ersten üblen Streich, als ein Fernschuss der Gäste kurz vor dem Toraus von einem ungedeckten Spieler ins Netz gelenkt wird. Hier fehlte sowohl die Zuordnung als auch das notwendige Glück. Fortan gleicht sich dieser Pokalfight auf extrem tiefen Geläuf allmählich aus. Zwar besitzt die Eintracht weiterhin gute Chancen, wird allerdings im Gegenzug immer mehr gefordert. Das Pausenfazit: bockstarke erste Halbzeit, schlimme Chancenverwertung und die Angst, dass die Kraft – auch aufgrund des Altersunterschieds und der Matschwiese – wohl nicht mehr reichen könnte.

Wir befinden uns auf der Suche nach einem schnellen Tor und suchen auch an der richtigen Stelle, denn die Anfangsphase gleicht einem Sturmlauf auf den sehr starken Gästetorhüter. Abermals fällt uns das Einnetzen schwer. Manchmal ist es ganz knapp und mit viel Pech, hin und wieder zu zögerlich oder ohne die notwendige Ruhe. Egal, was wir probieren, es bleibt beim 0:1. Erst als sich unser "Neuzugang vom Frühstückstisch" in der 37. Minute ein Herz fasst und aus 15 Metern diagonaler Position direkt auf's Tor zimmert, platzt der Knoten. Nathaniels Direktschuss senkt sich genau zwischen den ausgestreckten Handschuhen des Torhüters und der Querlatte zum längst überfälligen Eintracht-Treffer! Bis dahin ein wahnsinnig rasantes und packendes Pokalmatch im Südkampfbahn-Matsch. Als hätte das Spiel nicht schon genug Tempo und Dramatik, gehen beide Teams nun volles Risiko und rennen zwanzig Minuten wie wild auf den Siegtreffer zu. Vom Ausgleich beflügelt ist es wieder die Eintracht, die dem zweiten Tor am nächsten ist, aber auch der LSV Südwest kommt nun zu seinen Chancen. Ein hastiges Auf und Ab findet in den Schlussminuten seinen Höhepunkt, als die Eintracht urplötzlich stehend KO ist und sich verzweifelt versucht in die Verlängerung zu quälen. In der 58. Minute kratzt Luca einen starken Distanzschuss aus dem rechten Eck, in der Nachspielzeit werfen sich gleich fünf Eintrachtler im Strafraum vor mehrere Schussversuche. Im Sitzen, Liegen und Rutschen wird der Ball mit vereinten Kräften aus der Gefahrenzone und in die Verlängerung befördert. Zweimal fünf Minuten Extrazeit, sagenhafte Leistung!

Zum zweiten Mal wird es eine Frage der Kraft und Moral. Es mag schwer zu vermitteln sein, aber unser Team muss nochmals eine Schippe drauflegen. Und wie sie das tut. Direkt nach Wiederanpfiff setzt sich Till mit einer tollen Einzelleistung durch, flankt auf Robin, der aus drei Metern den Hüter von der Linie schießt. Der Gegenzug wird sofort abgefangen, Till fasst sich ein Herz: Klatsch, Latte! Eine Minute später versucht es Nathaniel aus der Distanz, doch sein Schuss segelt knapp über den Winkel – da waren noch keine drei Minuten gespielt. Es läuft schon die Nachspielzeit der ersten Verlängerung, da begehen wir einen fatalen Fehler im Spielaufbau, der Gästestürmer läuft auf Luca zu, schiebt ihn links vorbei, der Ball klatscht an den Posten, rollt die Linie entlang und kann in allerletzter Sekunde noch vor dem Überqueren geklärt werden. Boar, mehr Spannung geht nicht! Oder doch? Die zweiten fünf Minuten sind nun von großem Zittern geprägt. Niemand möchte mehr einen Fehler begehen, das Neunmeterschießen soll es richten. An Fußball ist auf diesem Geläuf ohnehin nicht mehr zu denken. So ist es wieder der Zufall und die pure Einsatzbereitschaft, die über Sieg und Niederlage entscheidet. Quasi schon mit Spielschluss starten wir eine allerletzte Aktion, Paul – der sich trotz Knieverletzung nochmals ins Spiel quälte – kann einen Rückpass auf den Torhüter abfangen, gewinnt den Pressschlag und rennt allein auf die leerstehende Kiste zu. Zehn Meter trennen uns vom längst überfälligen, mega-verdienten 2:1, es ist die Giganten-Chance zum Siegtreffer. Der Ball rollt ins linke Eck, alle drehen schon zum Torjubel ab, doch die Angst, der Druck und das schwere Geläuf schaffen es irgendwie, dass der Ball einen Millimeter am Pfosten vorbei ins Außennetz kullert. Unfassbar brutal, dieser dusselige Fußballgott.

 

Das Neunmeterschießen spiegelt dann das gesamte Spiel wider. Dreimal haben wir den Matchball auf dem Punkt liegen, zweimal lässt Luca eine sichere Parade durchrutschen, sodass der vierzehnte (!!!) Schütze das besiegelt, was scheinbar für uns heute vorgesehen war. Völlig niedergeschmettert, erschöpft und irgendwie trotzdem erhobenen Hauptes verlassen wir den Platz und die diesjährige Pokalrunde…

 

Fazit

"Der Pokal hat seine ganz eigenen Gesetze". Wirklich? Wir finden, dass sich der Fußball heute von seiner "hässlichsten Seite" gezeigt hat! Ein junges Team wollte heute Berge versetzen, unmögliche Dinge in die Tat umsetzen, rannte, kämpfte und spielte unermüdlich für die Sensation. Dem bitterbösen Ausgang steht aber eine tolle Erkenntnis gegenüber: die Mannschaft kann mehr, als sie in der Regel in der Liga zeigt. Seit heute wissen wir genau, was sie leisten kann und somit gilt dieses Pokalspiel als Erwartungshaltung für die nächsten Punktspiele.

 

Persönliches Fazit

Auch sechs Stunden nach dem finalen Neunmeter laufe ich noch kopfschüttelnd durch's Haus, habe schon Nackenschmerzen. Es ist wirklich schwer zu fassen, aber das hilft alles nichts. Freitag geht's auf'm Trainingsplatz weiter – im Notfall auch mit Halskrause.

 

D.G.

 

7. Spieltag, 1. Kreisklasse Staffel 2 (15.11.2014)

RB Leipzig D-Mädchen vs. SV Eintracht Leipzig-Süd II 3:1 (2:1)

 

Aufstellung

Luca – Phillip, Richard – Marc –Robin, Tobias (C), Paul – Emil; (Eingewechselt: Benni, Janis)

 

Tore

1:0 RB Leipzig (2.), 1:1 Paul (10.), 2:1 RB Leipzig (30.); 3:1 RB Leipzig (34.)

 

So macht Fußball keinen Spaß!

(Überschrift, Spielbericht und Fazit zugleich)